Toller Auftakt in Salzwedel

Gestern war es soweit, unser langersehnter Start in eine neue und hoffentlich frequentiertere Konzertsaison 2022, ist gelungen. In der Aula des legendären und toll restaurierten Kunsthauses zu Salzwedel durften wir den zahlreichen Zuhörern, es war ausverkauft, auf eine Reise musikalischer Leckerbissen von Monterverdi, Lasso, Hassler und Byrd mitnehmen. Umrahmt von Monterverdis Cantate Domino und dem groß angelegten Magnificat von Lasso waren weltliche, Madrigale und geistliche Werke der Renaissance zu hören. Selten gehörte 7 stimmige Kompositionen, wie die Motette Ego flos Campi von Clemens non Papa, versprühten dabei die schlichte Schönheit der Polyphonie dieser Zeit, während in Geoffrey Poole’s Ave Rex Angelorum aus dem Zyklus “Wymondham Chants” der Zuhörer in ein herausforderndes Wechselspiel zwischen sanften harmonischen und kräftigen disharmonischen Klängen hineingezogen wurde. Wir merkten wieder einmal, wie schön es ist, die Wirkung des Programms und unserer Darbietung in den Gesichtern der Gäste zu erkennen und mitzufühlen. Gerade im zweiten Teil, wo wir unsere eigenen modernen Arrangements und Volkslieder darboten, konnten wir die eindringliche Wirkung unserer Sätze und Klangsprache erfahren. Vom berührenden “Kume, Kum Geselle min”, bis hin zu “Die Gedanken sind frei”, dessen Text nie an Bedeutung verliert, es war stehts zu sehen, wie nah es manchem Zuhörer ging. Für uns eine Bestätigung, das die Werke von unschätzbarem musikalischen Wert sind.

Zuletzt schlossen wir mit Werken einiger Popgrößen und Singer / Songwriter. Hervorzuheben wäre hier das Stück 715 - Creeks von Justin Vermont, dessen einmalige Tonsprache auch für uns anfangs noch unzugänglich war, die aber eine so tiefgründige Verschmelzung zwischen dem metaphorischen Text und seiner Lebensgeschichte unterstütz. Wir könnten diese Stück unzählige Male singen. Vielleicht haben wir ihren Appetit geweckt, dann schauen sie öfter vorbei, vielleicht kommen wir in Kürze auch in ihre Nähe.